Pool ohne genehmigung remscheid

Technische anforderungen (din 18300, bauo NRW, eurocode 7)

die technische ausführung muss geltenden normen entsprechen, um langfristige stabilität zu gewährleisten.

Fundamentplanung und bodengutachten

die art des fundaments ist maßgeblich von der bodenbeschaffenheit abhängig. Bei schwierigen baugrundverhältnissen wie lehmboden, der stark auf feuchtigkeit reagiert und zu setzungen neigen kann, ist eine sorgfältige planung unerlässlich.
  • din 18300 (erdarbeiten - vob/c): dieser teil der vergabe- und vertragsordnung für bauleistungen regelt die beschaffenheit von böden. Die einstufung des bodens (z.B. Nach din 18300) ist die grundlage für die auswahl des geeigneten fundamenttyps und die erforderliche tiefe.
  • din en 1997-1 (eurocode 7: entwurf, berechnung und bemessung von]},

Fundamenttypen und kennwerte (beispielhaft für lehmboden in NRW)

die folgende tabelle gibt eine orientierung für gängige fundamenttypen auf lehmboden. Es handelt sich um beispielhafte werte; eine genaue bemessung erfordert ein bodengutachten.
fundamenttyp mindesttiefe (bei lehm) material kostenschätzung (richtwert pro m²)
streifenfundament mindestens 80 cm (frosttiefe beachten) stahlbeton (beton c25/30) 300 - 500 €
plattenfundament mindestens 60 cm (reduzierter aufwand bei geringer frostgefahr) stahlbeton (beton c25/30), ggf. Mit frostschürze 400 - 600 €
pfähle (bei sehr schlechten böden) abhängig von bodenklasse und last beton, stahl, holz (je nach typ) 800 - 1500 €+
bodenplatte mit drainage mindestens 40 cm (oberkante oberboden) stahlbeton (beton c25/30), wasserdicht 350 - 550 €
hinweis: die kostenschätzungen sind stark von den örtlichen gegebenheiten und den materialpreisen abhängig und dienen nur als grobe orientierung. Die mindesttiefe von 80 cm für streifenfundamente ist üblich, um frosthebungen zu vermeiden. Bei der verwendung von wasserdichtem beton muss die bemessung gemäß eurocode 7 erfolgen.

Anleitung: schritte zum poolbau ohne genehmigung in remscheid

  1. Schritt 1: informationsbeschaffung und planungsprüfung

    beschaffen sie sich die aktuellsten informationen zu den baurechtlichen bestimmungen der stadt remscheid für untergeordnete bauliche anlagen und prüfen sie den flächennutzungsplan. Ermitteln sie die bodenklasse nach din 18300.
  2. Schritt 2: bodengutachten (dringend empfohlen)

    auch wenn keine baugenehmigung erforderlich ist, sollten sie für eine sichere ausführung ein einfaches bodengutachten erstellen lassen. Dieses gibt aufschluss über die tragfähigkeit, den grundwasserstand und die frostempfindlichkeit ihres bodens. Bei lehmboden ist dies besonders wichtig.
  3. Schritt 3: fundamentbemessung nach din en 1997-1

    basierend auf dem bodengutachten und den örtlichen vorschriften wählen sie den geeigneten fundamenttyp und bemessen diesen nach den grundsätzen des eurocode 7. Bei lehmboden mit hohem grundwasserstand kann z.B. Eine kombination aus auftriebssicherung und frostschürze erforderlich sein. Die mindesttiefe orientiert sich an der frostgrenze in NRW (typischerweise 80 cm).
  4. Schritt 4: ausführung und dokumentation

    führen sie die erdarbeiten und die betonage gemäß den technischen regeln aus. Dokumentieren sie den baufortschritt, insbesondere die fundamentarbeiten, mit fotos und skizzen. Diese dokumentation kann im falle von späteren nachfragen oder zur absicherung bei gewährleistungsansprüchen von bedeutung sein.
  5. Schritt 5: drainage und abdichtung

    installieren sie bei bedarf eine adäquate drainage, um staunässe zu vermeiden. Achten sie auf eine fachgerechte abdichtung des pools, um ein eindringen von grundwasser oder ein austreten von poolwasser zu verhindern.