Wie hoch darf terrasse sein witten
Die höhe ihrer terrasse in witten: eine fachgerechte anleitung
möchten sie eine terrasse in witten bauen, wissen aber nicht, wie hoch diese sein darf und welche bautechnischen anforderungen zu beachten sind? Als öffentlich bestellter und vereidigter sachverständiger für baustatik mit zulassung nach § 63 bauo NRW führe ich sie durch die relevanten vorschriften und technischen aspekte.
Häufige fehlerquellen bei terrassenbau
bei der errichtung von terrassen treten immer wieder ähnliche fehler auf, die zu bauschäden oder sogar zur ablehnung von bauanträgen führen können:
- fehlende drainage bei hohem grundwasser: wasseransammlungen unter der terrasse können zu frostschäden und setzungen führen.
- unzureichende frosttiefe bei fundamenten: insbesondere bei betonfundamenten kann ein unterschreiten der frosttiefe zu hebungen im winter führen.
- ignorieren des bodengutachtens: ein bauherr in einer nachbargemeinde erhielt eine ablehnung seines bauantrags, da die tragfähigkeit des bodens (lehm) für die geplante überdachung nicht ausreichend dokumentiert war. Ein bodengutachten ist hier essenziell.
- fehlende abdichtung gegen das gebäude: ein direkter anschluss ohne adäquate abdichtung kann zu feuchtigkeitsschäden am wohnhaus führen.
Schritt-für-schritt: planung und bau ihrer terrasse
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Schritt 1: informationsbeschaffung und planung
kontaktieren sie das bauordnungsamt der stadt witten. Erkundigen sie sich nach der maximal erlaubten höhe und größe ihrer geplanten terrasse. Holen sie den aktuellen flächennutzungsplan ein und prüfen sie, ob ihre planung mit den dortigen festsetzungen (z.B. Bebauungspläne, abstandsflächen) vereinbar ist. Beachten sie § 3 bauo NRW bezüglich der baugenehmigungsfreiheit.
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Schritt 2: bodengutachten erstellen lassen
bei größeren oder überdachten terrassen, insbesondere auf schwierigen böden (z.B. Lehm, torf), ist ein bodengutachten unerlässlich. Ein geotechniker ermittelt die tragfähigkeit und andere relevante eigenschaften des untergrunds. Dies ist entscheidend für die dimensionierung der fundamente gemäß din en 1997-1.
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Schritt 3: fundamentauswahl und -ausführung
basierend auf dem bodengutachten und der geplanten nutzung (z.B. Mit oder ohne überdachung) wählen sie den geeigneten fundamenttyp. Achten sie auf die einhaltung der frosttiefe (in NRW in der regel mindestens 80 cm für fundamente, die frostgefährdete bauteile tragen) und die vorschriften der din 18300 für erdarbeiten. Bei lehmboden sind tiefere fundamente oft erforderlich, um setzungen zu vermeiden.
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Schritt 4: bauausführung und dokumentation
führen sie die arbeiten gemäß den planungsvorgaben und geltenden normen aus. Dokumentieren sie den baufortschritt, insbesondere die ausführung der fundamente und der abdichtung gegen das wohngebäude, mit fotos und skizzen. Dies kann für die nachträgliche genehmigung oder bei gewährleistungsfragen hilfreich sein.
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Schritt 5: abnahme und einmessung (falls erforderlich)
je nach umfang und örtlichen vorschriften kann eine abnahme durch das bauamt notwendig sein. Bei grenzbebauungen oder wenn die terrasse eine bestimmte größe überschreitet, kann eine einmessung durch einen öffentlich bestellten vermessungsingenieur erforderlich sein.
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